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Systemisch
Das Wort „systemisch“ stammt etymologisch
vom griechischen Begriff `histamein´ab, was soviel bedeutet wie
`zusammen stehen´.
Etwas ausführlicher ist ein System „ein Satz von Elementen und Objekten zusammen mit den Beziehungen zwischen diesen Objekten und deren Merkmalen“ (Hall et al. in Schlippe und Schweizer 1996) .
Zunächst kamen systemische Theorien seit ungefähr
1950 im technischen Bereich als sogenannte Kybernetik
(Steuerungstechnik) oder in ökologischen Wissenschaftsdisziplinen
zum Einsatz. So wurden Prozesse statt als einfache Kausalverkettungen
zunehmend als Regelkreise definiert, die in Form von Feedback auf sich
selbst zurückwirken (Rückkopplung), sich verstärken oder
abschwächen können.
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Als Regelkreis ist z.B. ein Thermostat zu betrachten.
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Systemisch in der Psychologie
In den 60er Jahren kamen insbesondere die
Familientherapeuten zur Einsicht, dass einfache
Ursache-Wirkungs-Modelle, welche die Probleme als Ausdruck der
individuellen Psychodynamik des Menschen verstehen, zu kurz greifen.
Betrachtet man zum Beispiel Menschen im Netz ihrer relevanten
Beziehungen, werden auch jegliche Verhaltensweisen in Abhängigkeit
vom Kontext eines Menschen begriffen. Sie gewinnen ihre Bedeutung in
der Funktion, die sie in der Kommunikation des jeweiligen Kontextes,
etwa in der Familie oder in einer Gruppe bekommen.
Systemischer Blickwinkel
Systemischer Blickwinkel heisst nicht mehr alles im
Einzelnen anschauen, sondern den Blickwinkel auf das Ganze richten,
eben das System betrachten. Als System betrachtet man z.b. eine
Familie, eine Firma, eine Organisation.
Die Fragestellung ist:
Was verändert sich am ganzen System, wenn ich
etwas hinzufüge oder etwas wegnehme, etwas verändere? Wie
verhält sich das Ganze?
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